Wenn wir glauben

am Ende zu sein

stehen wir

erst am Anfang.

 

Margot Bickel

Erd-, Feuer- und Seebestattung

 

Die Form der Bestattung richtet sich in erster Linie nach dem Willen
des/der Verstorbenen. Liegt keine Willenserklärung vor, so entscheidet
nach dem Gesetz der Ehegatte/Lebenspartner bzw. der/die nächste
Angehörige über die Art der Bestattung.
Lebensgefährten (ohne amtliche Eheschließung) haben gesetzlich kein Entscheidungsrecht. Hier ist eine schriftliche Willenserklärung zu
Lebzeiten zu empfehlen.


Die Erdbestattung ist die traditionelle Bestattungsart und bedarf in
der Regel keiner besonderen Willenserklärung.
Sie muss in NRW innerhalb einer Frist von 8 Tagen durchgeführt werden.
Es muss hierfür eine Grabstätte vorhanden sein oder neu erworben werden.

 



Folgende Grabarten werden hierfür auf den Kölner Friedhöfen
angeboten:


Eine Wahlgrabstätte kann man sich nach Lage und Anzahl der
Grabstellen selbst aussuchen. Je nach Bodenverhältnissen kann ein
Grab auch als Tiefgrab eingerichtet werden. Es erfolgen dann zwei
Beisetzungen übereinander. Auch eine Auswahl zu Lebzeiten ist möglich.
Die Ruhefrist beträgt in der Regel 20 Jahre. Das Nutzungsrecht kann
immer wieder verlängert werden.
Eine individuelle Gestaltung, soweit sie der Friedhofssatzung entspricht,
ist möglich.


Bei einer pflegefreien Grabstätte sind Sie von jeglicher
Pflegeverpflichtung entbunden. Es handelt sich hierbei um einstellige
Grabkammern, die im Boden eingelassen sind. Eine Auswahlmöglichkeit
besteht nicht. Das Nutzungsrecht ist auf 12 Jahre verkürzt, kann aber
einmalig nacherworben werden.
Die Gestaltungsmöglichkeit ist auf einen normierten Liegestein beschränkt.

 

 

Patenschaftsgräber in Köln
- Ein Weg zum Erhalt historischer Grabanlagen.
Etwa 5.000 Grabstätten in Köln sind unter Schutz gestellt. Von diesen
können zur Zeit ca. 1.000 erworben werden. Hierzu wird mit dem
Stadtkonservator ein Termin zur Begutachtung einer denkmalgeschützten Grabstätte abgesprochen. Die Patenschaft selbst ist kostenlos.
Der Pate verpflichtet sich, die historische Grabanlage instand zu halten. Grabnutzungsgebühren werden erst bei Inanspruchnahme im Rahmen
einer Beisetzung fällig.

 

 

 

Die Feuerbestattung ist möglich, wenn sie im Sinne des/der Verstorbenen
ist. Dazu sollte seine/ihre handschriftliche Erklärung vorliegen.
Eine PDF-Datei hierzu können Sie sich unter Hilfe und Informationen
herunterladen.
Fehlt diese Erklärung, so kann der Ehepartner/Lebenspartner bzw.
der/die nächste Angehörige schriftlich bestätigen, dass die Feuerbestattung
dem Willen des Verstorbenen entsprach.

 


Die Beisetzung der Urne ist in Köln in verschiedenen Grabarten möglich:

 

Eine Urnenwahlgrabstätte kann nach Lage ausgesucht werden, es
sind  2 Urnenbeisetzungen pro Grabstätte möglich. Die Ruhefrist beträgt
20 Jahre, das Nutzungsrecht kann immer wieder verlängert werden.
Eine individuelle Gestaltung, soweit sie der Friedhofssatzung entspricht,
ist möglich. Die Grabstätte kann mit einer Steinplatte vollständig abgedeckt
werden, sodass keine Pflege erforderlich ist.


Bei der pflegefreien Urnengrabstätte entfällt jegliche Pflege. Das
Nutzungsrecht wird für 20 Jahre vergeben, eine Verlängerung ist nicht
möglich. Es kann nur eine Urne beigesetzt werden.Die Grabstätte kann
mit einem Liegestein versehen werden.
Steineinfassungen sind nicht möglich.

 

Eine anonyme Urnenbeisetzung ist nur auf fünf Kölner Friedhöfen möglich.
Dem Nordfriedhof in Köln-Weidenpesch, dem Friedhof Lehmbacher Weg
in Köln-Brück, dem Friedhof Steinneuerhof in Köln-Rondorf und auf dem Evangelischen Friedhof in Köln-Mülheim und eine anonyme Naturwaldbestattung in der Nähe des Ostfriedhofes in Köln-Dellbrück.
Bei dieser Form der Bestattung erfolgt die Beisetzung ohne Beteiligung von Trauergästen, die Grabstätte ist nicht erkennbar. Ablegen jeglichen
Grabschmuckes ist nicht erlaubt. Die einmal getroffene Entscheidung für eine anonyme Beisetzung lässt sich nicht mehr revidieren.
Die Trauerbewältigung kann nach einer anonymen Bestattung in vielen Fällen wesentlich schwieriger und problematischer sein, weil die Grabstätte als Ort
zum Trauern fehlt.

 

 

Eine weitere Bestattungsform ist die Baumbestattung. Dabei wird die
Urne eines Verstorbenen im Wurzelbereich eines Baumes bestattet.
Der Baum ist Grab und Grabmal, er nimmt die Asche mit seinen Wurzeln
auf, als Sinnbild des Lebens über den Tod hinaus.
Die Grabpflege übernimmt dabei die Natur.

 

Die Natürlichkeit des Waldes bleibt erhalten, der Begräbnisplatz ist von
außen nicht erkennbar. Die Angehörigen können sich einen Baum
aussuchen und eine kleine Tafel an diesem anbringen, oder die Urne an
einem Gemeinschaftsbaum anonym beisetzen lassen. Die Pachtzeit
beträgt 99 Jahre.

 

Im Radius der Baumfläche (1,50 m) können bis zu 10 Urnen beigesetzt
werden. Trauerzeremonien können in allen gewohnten Formen
durchgeführt oder ganz individuell gestaltet werden. Ein Baumgrab ist
unabhängig vom Wohnort zu erwerben.


In unserem Raum sind Baumbeisetzungen z.B. im RuheForst im Wildenburger Land möglich.

 

Eine namentliche Baumbestattung ist seit 2009 auch auf dem Kölner Ostfriedhof in Köln-Dellbrück möglich. Es kann von den Angehörigen ein Baum ausgewählt werden und wie bei einem Urnenwahlgrab können bis zu 2 Urnen beigesetzt und eine Plakette mit dem Namen des/der Verstorbenen von der Stadt angebracht werden.

 

 

 

Bei einer Seebeisetzung muss gemäß Bestattungsgesetz des Landes NRW
eine zu Lebzeiten verfasste handschriftliche Willenserklärung des Verstorbenen vorliegen. Daraus muss hervorgehen, dass eine besondere Beziehung zur
See vorliegt und daher eine Seebeisetzung gewünscht ist.
Eine PDF-Datei hierzu können Sie sich unter Hilfe und Information herunterladen.

 

Die Urne kann heutzutage in fast allen Weltmeeren beigesetzt werden.
Nach Absprache ist eine Beteiligung von Angehörigen möglich. Dabei und
auch bei der „stillen Beisetzung” wird die Urne nach einer vom Kapitän
abgehaltenen Trauerzeremonie dem Meer übergeben.

Die Angehörigen bekommen einen Auszug aus dem Schiffstagebuch und eine Seekarte mit den eingetragenen Koordinaten ausgehändigt.

 


Die Almwiesenbestattung ist eine Naturbestattung in den Schweizer Bergen (Walliser Alpen). Hierbei wird die Asche in die geöffnete Grabsnarbe eingeschüttet. Diese wird anschließend wieder verschlossen.

 

 

Aushändigung von Urnen an Angehörige:
Kann die Asche eines Verstorbenen mit nach Hause genommen werden?
Diese Frage ist zwar zu bejahen, doch muss eine Kremation im Ausland vorausgehen. In Deutschland ist eine Aushändigung von Ascheresten
Verstorbener, die in deutschen Krematorien eingeäschert wurden, zum Verbleib bei den Angehörigen nicht gestattet. Eine Kremation im nahegelegenen Belgien oder Holland macht diesen besonderen Wunsch jedoch möglich.

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